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Karteikarten

Makroökonomie

BIP, Inflation, Arbeitslosigkeit, Geldpolitik, Konjunktur

25 Karten

Karte 1

Was ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP)?

Das BIP misst den Marktwert aller Güter und Dienstleistungen, die innerhalb eines Landes in einer Periode (meist ein Jahr) produziert werden – abzüglich der Vorleistungen. Es ist die zentrale Kennzahl für die gesamtwirtschaftliche Leistung.

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Was ist der Unterschied zwischen nominellem und realem BIP?

Das nominelle BIP wird zu aktuellen Marktpreisen berechnet. Das reale BIP ist um die Inflation bereinigt und zeigt damit das tatsächliche Wirtschaftswachstum. Nur das reale BIP erlaubt aussagekräftige Vergleiche über Zeit.

Karte 3

Was bedeutet Inflation?

Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, wodurch der Wert (die Kaufkraft) des Geldes sinkt. Für 100 € bekommt man am Jahresende weniger als am Jahresanfang.

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Was bedeutet Deflation?

Deflation ist das Gegenteil von Inflation: Das allgemeine Preisniveau sinkt, der Wert des Geldes steigt. Konsumenten verschieben Käufe in der Erwartung weiterer Preissenkungen, was die Wirtschaft zusätzlich dämpft.

Karte 5

Was ist eine Währung?

Eine Währung ist das gesetzlich anerkannte Zahlungsmittel eines Landes oder Währungsraums. In Österreich gilt der Euro. Aus Sicht Österreichs sind alle anderen Währungen (z.B. US-Dollar, Schweizer Franken) Fremdwährungen.

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Was ist ein Wechselkurs?

Ein Wechselkurs gibt den Preis einer Währung in einer anderen an. Beispiel: 1 EUR=1,08 USD1\,\text{EUR} = 1{,}08\,\text{USD}1EUR=1,08USD bedeutet, dass man für einen Euro 1,08 US-Dollar bekommt. Wechselkurse schwanken durch Angebot und Nachfrage am Devisenmarkt.

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Welche drei Funktionen hat Geld?

Geld erfüllt drei zentrale Funktionen: Tauschmittel (Zahlungsmittel), Wertmesser (Vergleichsmaßstab für Güterwerte) und Wertaufbewahrungsmittel (Sparen für später). Voraussetzung ist das Vertrauen in den Tauschwert.

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Was ist Buchgeld?

Buchgeld (Giralgeld) ist Geld auf Bankkonten – es existiert nicht physisch, sondern nur als Eintrag im Bankensystem. Über Buchgeld verfügt man durch Überweisungen und Kartenzahlungen. Es macht den Großteil der Geldmenge aus.

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Wie wird die Höhe der Inflation gemessen?

Die Inflation wird über die Inflationsrate angegeben, berechnet aus dem Verbraucherpreisindex (VPI). Dazu wird ein Warenkorb (~800 Produkte und Dienstleistungen eines Durchschnittshaushalts) monatlich neu bepreist und mit Vorperioden verglichen. Der HVPI ist die harmonisierte EU-Variante.

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Welche drei Hauptursachen für Inflation werden unterschieden?

  1. Geldmengenwachstum – zu viel Geld im Umlauf relativ zum Güterangebot.
  2. Nachfragesog – Nachfrage übersteigt das Angebot, Preise steigen.
  3. Kostendruck – steigende Rohstoffpreise, Löhne oder Importpreise erhöhen die Produktionskosten und damit die Verkaufspreise.

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Was beschreibt die Lohn-Preis-Spirale?

Eine sich selbst verstärkende Wechselwirkung: Steigende Preise → höhere Lohnforderungen der Arbeitnehmer → höhere Lohnkosten der Unternehmen → erneute Preiserhöhungen → wieder Lohnforderungen … Sie kann Inflation langfristig festigen.

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Welches Inflationsziel verfolgt die EZB und warum?

Die EZB strebt eine Inflationsrate von etwa 2 % pro Jahr an. Sie gilt als optimaler Wert für Preisstabilität: hoch genug, um Deflation zu vermeiden, aber niedrig genug, dass Wirtschaftsteilnehmer ihre Pläne stabil machen können.

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Welche Maßnahme ergreift eine Zentralbank typischerweise zur Inflationsbekämpfung?

Sie erhöht die Leitzinsen. Dadurch werden Kredite teurer, die Kreditvergabe sinkt, die Geldmenge wächst langsamer, Konsum und Investitionen werden gedämpft – und der Preisauftrieb wird gebremst.

Karte 14

Was ist der Unterschied zwischen Binnenwert und Außenwert des Geldes?

Der Binnenwert beschreibt die Kaufkraft einer Währung im Inland (wie viel man dafür im Inland kaufen kann; sinkt durch Inflation). Der Außenwert ist der Wechselkurs gegenüber Fremdwährungen (steigt, wenn die eigene Währung stärker wird).

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Warum gibt es überhaupt Zinsen?

Zinsen kompensieren den Gläubiger für drei Risiken bzw. Verzichte: 1) Dubiosenrisiko (Schuldner zahlt nicht zurück), 2) Konsumverzicht/Opportunitätskosten (alternative Verwendung) und 3) Geldwertrisiko (Inflation während der Laufzeit).

Karte 16

Was ist der Unterschied zwischen Nominal- und Effektivverzinsung eines Kredits?

Der Nominalzinssatz ist der reine Zinssatz im Vertrag (z.B. 5 % p.a.). Die Effektivverzinsung berücksichtigt zusätzlich Bearbeitungsgebühren und sonstige Kosten und zeigt damit die tatsächliche Belastung. Für Kreditvergleiche ist der Effektivzinssatz aussagekräftiger.

Karte 17

Was bedeutet nachhaltige Entwicklung nach dem Brundtland-Bericht (1987)?

Eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne die Fähigkeit künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Sie verknüpft die drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales.

Karte 18

Was unterscheidet schwache und starke Nachhaltigkeit?

Schwache Nachhaltigkeit geht davon aus, dass Naturkapital durch Sach- oder Humankapital substituierbar ist (Drei-Säulen-Modell). Starke Nachhaltigkeit sieht bestimmte ökologische Funktionen (z.B. stabiles Klima) als unersetzlich an und fordert ihren Erhalt unabhängig von Wachstum.

Karte 19

Was bedeutet absolute vs. relative Entkopplung?

Relative Entkopplung: Umweltschäden steigen langsamer als das BIP (z.B. BIP +3 %, CO₂ +1 %). Absolute Entkopplung: Umweltbelastung sinkt, während das BIP wächst (z.B. BIP +3 %, CO₂ –4 %). Nur absolute Entkopplung ist mit langfristiger Klimaneutralität vereinbar.

Karte 20

Was ist der Rebound-Effekt?

Effizienzsteigerungen führen zu sinkenden Stückkosten oder -preisen, was die Nachfrage nach dem Gut erhöht – die ursprünglichen Effizienzgewinne werden teilweise oder ganz aufgezehrt. Beispiel: sparsamere Autos führen dazu, dass mehr/weiter gefahren wird.

Karte 21

Was bedeutet Carbon Leakage?

Strenge Klimaauflagen in Land A führen dazu, dass emissionsintensive Produktion in Länder mit lockereren Standards verlagert wird. Die Emissionen sinken zwar lokal, fallen aber andernorts an oder steigen sogar – die globale Bilanz verbessert sich nicht.

Karte 22

Wie viele der 9 planetaren Grenzen sind laut aktueller Forschung bereits überschritten?

Sieben der neun planetaren Grenzen sind überschritten: Klima, Biosphäre/Biodiversität, Landnutzung, biochemische Kreisläufe (N/P), Süßwasser, neuartige Substanzen und Ozeanversauerung. Innerhalb des sicheren Bereichs liegen noch stratosphärisches Ozon und (global aggregiert) Aerosolbelastung.

Karte 23

Was beschreibt das Doughnut-Modell von Kate Raworth?

Es kombiniert zwei Ringe: einen inneren sozialen Boden (Mindeststandards für Bedürfnisse aller Menschen) und eine äußere ökologische Decke (planetare Grenzen). Der grüne Ring dazwischen ist der "sichere und gerechte Handlungsraum" – das Ziel nachhaltiger Wirtschaft.

Karte 24

Was ist die Kreislaufwirtschaft?

Ein Wirtschaftsmodell, das Abfälle minimiert und Ressourcen möglichst lange im Wirtschaftssystem hält – durch Wiederverwendung, Reparatur, Recycling. Sie ist die Antwort auf das lineare "Take – Make – Waste"-Modell und kombiniert ökologische mit ökonomischen Vorteilen.

Karte 25

Wenn ein Land sein BIP um 3 % steigert und gleichzeitig die CO₂-Emissionen um 1 % wachsen – welche Art von Entkopplung liegt vor?

Relative Entkopplung: Die Umweltbelastung wächst zwar weiter, aber langsamer als die Wirtschaftsleistung. Für Klimaneutralität wäre jedoch absolute Entkopplung nötig – die Emissionen müssten sinken, während das BIP wächst.

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