wisotest.at
Gratis übenKarteikartenBlogPreise
AnmeldenJetzt starten
Alle Karteikarten-Themen

Karteikarten

Marketing

Marketing-Mix, Zielgruppen, Marktforschung, Markenführung

25 Karten

Karte 1

Was ist Marketing im modernen Sinn?

Marketing ist die systematische Ausrichtung des gesamten Unternehmens und seines Angebots an den Bedürfnissen und Wünschen der Kund:innen – nicht bloß Werbung. Werbung ist nur ein Teilbereich ("Promotion") der Marketingaktivitäten.

Karte 2

Was sind die vier Ps des Marketing-Mix?

  1. Product – Produktpolitik
  2. Price – Preispolitik
  3. Place – Distributionspolitik
  4. Promotion – Kommunikationspolitik

Alle vier müssen aufeinander abgestimmt sein, um die Zielgruppe optimal zu erreichen.

Karte 3

Was ist der Marktanteil eines Unternehmens?

Der absolute Marktanteil gibt den Anteil des Unternehmensumsatzes am Gesamtmarktvolumen an: UnternehmensumsatzMarktvolumen×100\frac{\text{Unternehmensumsatz}}{\text{Marktvolumen}} \times 100MarktvolumenUnternehmensumsatz​×100. Der relative Marktanteil vergleicht mit dem stärksten Mitbewerber.

Karte 4

Was ist eine Zielgruppe?

Eine Zielgruppe ist ein klar abgegrenztes Marktsegment mit ähnlichen Merkmalen (Alter, Einkommen, Lebensstil, Bedürfnisse), an das ein Unternehmen seine Marketingmaßnahmen ausrichtet. Sie umfasst nicht nur Käufer, sondern auch Beeinflusser und Nutzer.

Karte 5

Was bedeutet USP?

Unique Selling Proposition – das einzigartige Verkaufsversprechen, das ein Produkt klar und unverwechselbar von der Konkurrenz abhebt. Beispiel: woom – "besonders kindertaugliche, hochqualitative Fahrräder, die lange halten".

Karte 6

Was sind Marktpotenzial und Marktvolumen?

Das Marktpotenzial ist die theoretisch maximal mögliche Absatzmenge eines Produkts (alle, die es kaufen könnten). Das Marktvolumen ist die tatsächlich verkaufte Menge. Liegt das Volumen nahe am Potenzial, gilt der Markt als gesättigt.

Karte 7

Was ist Produktdiversifikation vs. Produktdifferenzierung?

Bei der Produktdifferenzierung wird das Sortiment vertieft – mehr Varianten desselben Produkttyps (z.B. mehr Fahrradmodelle). Bei der Produktdiversifikation wird es verbreitert – ganz neue Produktkategorien (z.B. Fahrräder + Sportbekleidung).

Karte 8

Was ist Social-Media-Marketing (SMM)?

SMM bezeichnet Marketing- und PR-Aktivitäten in sozialen Medien (Instagram, X, TikTok, Facebook, YouTube). Vorteile: hohe Reichweite, direkter Dialog mit (potenziellen) Kunden, schnelle Verbreitung. Public Relations in Social Media nennt man Social Media Relations.

Karte 9

Welche fünf Phasen umfasst der Produktlebenszyklus?

  1. Einführung – hohe Kosten, geringe Umsätze
  2. Wachstum – Umsatz steigt stark, Gewinne entstehen
  3. Reife – Umsatzmaximum, sinkende Gewinne durch Wettbewerb
  4. Sättigung – Umsatz und Gewinn fallen
  5. Degeneration – Produkt verursacht nur noch Kosten, wird eliminiert oder relauncht

Karte 10

Was unterscheidet Grundnutzen und Zusatznutzen eines Produkts?

Der Grundnutzen ist der primäre Zweck des Produkts (Fahrrad → fahren). Der Zusatznutzen geht darüber hinaus und teilt sich in Geltungsnutzen (Prestige, Statussymbol) und Erlebnisnutzen (Spaß, Sicherheit, Komfort).

Karte 11

Welche drei Hauptfaktoren bestimmen die Preisfestsetzung?

  1. Kosten – können sie mit dem Preis gedeckt werden?
  2. Konkurrenzpreis – wie teuer sind vergleichbare Produkte?
  3. Zahlungsbereitschaft – wie viel sind Kunden bereit zu zahlen?

Der Preis muss alle drei Faktoren austarieren.

Karte 12

Was ist Hochpreis- vs. Niedrigpreispolitik?

Hochpreispolitik signalisiert Qualität und Exklusivität (z.B. Premiummarken) und richtet sich an zahlungskräftige Zielgruppen. Niedrigpreis-/Diskontpolitik zielt auf Massenmarkt und preissensible Käufer (z.B. Discounter). Die Wahl muss zur USP und Markenpositionierung passen.

Karte 13

Welche drei Phasen umfasst zielgruppenorientiertes Marketing?

  1. Marktsegmentierung – Markt in homogene Zielgruppen aufteilen
  2. Zielmarkt-Auswahl – entscheiden, welche Segmente bearbeitet werden
  3. Positionierung – das Angebot in der Wahrnehmung der Zielgruppe verankern (USP)

Karte 14

Was bedeutet Marktpositionierung?

Positionierung beschreibt, wie ein Produkt in den Köpfen der Zielgruppe wahrgenommen werden soll. Es soll sich klar von der Konkurrenz abheben (USP) und für die Zielgruppe besonders begehrenswert sein. Eine starke Positionierung schützt vor Preisdruck.

Karte 15

Welche produktpolitischen Maßnahmen kann ein Unternehmen ergreifen?

  1. Produktinnovation – neues Produkt im Sortiment (Differenzierung oder Diversifikation)
  2. Produktvariation – ein bestehendes Produkt wird verändert; alte Version entfällt
  3. Produktelimination – ein Produkt wird vom Markt genommen

Karte 16

Was umfasst die Distributionspolitik?

Die Distributionspolitik (Place) regelt, wo und wie das Produkt zu den Kund:innen kommt: eigener Filialvertrieb, Großhandel, Einzelhandel, Online-Shop, Franchising oder Handelsvertreter. Auch das beste Produkt verkauft sich nicht, wenn es am falschen Ort angeboten wird.

Karte 17

Was ist Franchising?

Franchising ist ein Vertriebssystem, bei dem ein Franchisegeber seinem Franchisenehmer das Recht überlässt, gegen Gebühr unter etabliertem Markennamen, Konzept und Marketing-Mix Geschäfte zu betreiben. Beispiele: McDonald's, Subway. Der Nehmer ist rechtlich selbständig, aber an die Vorgaben des Gebers gebunden.

Karte 18

Was umfasst die Kommunikationspolitik?

Sie umfasst alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen seine Botschaft an Zielgruppen kommuniziert: Werbung (TV, Print, Online), Verkaufsförderung (Aktionen, Rabatte), PR/Public Relations (Pressekonferenzen, Sponsoring) und Personal Selling (direkter Verkauf).

Karte 19

Welche Marketingziele verfolgt ein Unternehmen typischerweise?

  • Zielgruppe erreichen (richtige Personen ansprechen)
  • Bekanntheitsgrad und positives Image aufbauen
  • Kunden halten und neu gewinnen
  • Marktanteil und Umsatz sichern oder steigern
  • letztlich: Kosten decken oder Gewinn erzielen

Karte 20

Wann liegt der relative Marktanteil > 1 und was bedeutet das?

Wenn der eigene Umsatz den des größten Mitbewerbers übersteigt: UnternehmensumsatzUmsatz gro¨ßter Mitbewerber>1\frac{\text{Unternehmensumsatz}}{\text{Umsatz größter Mitbewerber}} > 1Umsatz gro¨ßter MitbewerberUnternehmensumsatz​>1. Dann ist das Unternehmen Marktführer in seinem Markt – eine starke Position für Preissetzung und Verhandlungen.

Karte 21

Berechne den absoluten Marktanteil, wenn das Unternehmen 30 Mio. € Umsatz macht und das Marktvolumen 250 Mio. € beträgt.

absoluter Marktanteil=30250×100=12 %\text{absoluter Marktanteil} = \frac{30}{250} \times 100 = 12\,\%absoluter Marktanteil=25030​×100=12% Das Unternehmen hält damit 12 % des Gesamtmarkts.

Karte 22

Welche Marketing-Maßnahmen sind in der Reifephase des Produktlebenszyklus typisch?

In der Reifephase sinken die Gewinne durch zunehmende Konkurrenz. Übliche Maßnahmen: mehr Werbung, Rabattaktionen, Verkaufsförderung, kleine Produktanpassungen (Variation). Ziel: den Umsatz möglichst lange auf hohem Niveau halten und Sättigungsphase hinauszögern.

Karte 23

Warum sollte ein Unternehmen den Produktlebenszyklus seiner Produkte aktiv managen?

Weil Produkte unterschiedlich profitabel sind: In Einführung und Wachstum kostet das Produkt zunächst, in der Reife trägt es den Hauptgewinn. Aktives Management (Variation, Innovation, Elimination) sichert ein ausgewogenes Sortiment mit Produkten in verschiedenen Phasen – das stabilisiert Umsatz und Cashflow langfristig.

Karte 24

Wie unterscheiden sich Marketingkonzept und Marketing-Mix?

Das Marketingkonzept ist der übergeordnete strategische Plan: Marktanalyse, Ziele, Zielgruppen, Positionierung. Der Marketing-Mix (4 Ps) ist die operative Umsetzung – die konkreten Maßnahmen in Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik.

Karte 25

Ein hochwertiges Produkt wird in jedem Discounter angeboten. Welche Marketingfehler entstehen typischerweise?

Massendistribution untergräbt die Exklusivitäts-Positionierung: Preisbild und Markenimage sinken, Stammkunden verlieren das Gefühl von Exklusivität, der Snob-Effekt kehrt sich um. Hochpreispolitik und breite Distribution sind in der Regel inkompatibel – die 4 Ps sind nicht aufeinander abgestimmt.

Diese Karten aktiv lernen

Mit einem kostenlosen Konto bekommst du das Spaced-Repetition-Lernsystem: Karten kommen zur richtigen Zeit wieder, dein Fortschritt wird gespeichert, Streak-Counter hilft dranzubleiben.

Kostenlos anmelden zum aktiven Lernen
wisotest.at

Der beste Weg, um dich auf den WU Wien WISO Aufnahmetest vorzubereiten. 10 vollständige Prüfungssimulationen mit echtem Zeitdruck.

Dieses Angebot ist privat und unabhängig von der WU Wien. Es besteht keine offizielle Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsuniversität Wien.

Produkt

  • Gratis üben
  • Preise
  • Dashboard
  • Blog
  • Warum wisotest.at?

Rechtliches

  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB

© 2026 wisotest.at — Alle Rechte vorbehalten.

Nicht affiliiert mit der WU Wien