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Karteikarten

Mikroökonomie

Angebot, Nachfrage, Marktgleichgewicht, Grenznutzen, Marktversagen

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Karte 1

Was bedeutet Knappheit in der Wirtschaft?

Knappheit bedeutet, dass die verfügbaren Ressourcen (Geld, Zeit, Rohstoffe, Arbeitskraft) begrenzt sind, während die Bedürfnisse praktisch unbegrenzt sind. Daraus folgt die Notwendigkeit, mit Ressourcen zu wirtschaften, also bewusst zu entscheiden, wofür man sie einsetzt.

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Was sind Opportunitätskosten?

Opportunitätskosten sind die entgangenen Erträge oder der nicht erzielte Nutzen der besten nicht gewählten Alternative. Beispiel: Wer Geld in ein Unternehmen investiert, verzichtet auf den Zinsertrag, den er mit einer Anleihe hätte erzielen können – diese entgangenen Zinsen sind die Opportunitätskosten.

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Was versteht man unter Angebot und Nachfrage?

Das Angebot ist die Gesamtmenge eines Gutes, die Verkäufer bereit sind anzubieten. Die Nachfrage ist die Gesamtmenge, die Käufer bei einem bestimmten Preis kaufen wollen und können. Beide treffen auf dem Markt zusammen und bilden den Preis.

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Was ist ein Markt im ökonomischen Sinn?

Ein Markt ist der Mechanismus, über den Käufer und Verkäufer in Kontakt treten, um Preis und Menge eines Gutes zu bestimmen. Er kann physisch (Geschäft, Börse) oder virtuell (Online-Plattform) sein. Beispiele: Arbeitsmarkt, Immobilienmarkt, Kapitalmarkt.

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Was ist der Wirtschaftskreislauf?

Der Wirtschaftskreislauf beschreibt die kreislaufförmigen Tauschbeziehungen zwischen den Akteuren der Wirtschaft – v.a. private Haushalte, Unternehmen und Staat (sowie Ausland und Banken). Güter und Geld fließen in entgegengesetzte Richtungen: Güterkreislauf und Geldkreislauf.

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Was ist ein Bedürfnis im Unterschied zu einer Präferenz?

Ein Bedürfnis ist eine objektive Voraussetzung menschlicher Existenz (z.B. Nahrung, Sicherheit, Zugehörigkeit). Eine Präferenz ist eine subjektive, kulturell geprägte Vorliebe und kann durch Werbung oder soziale Vergleiche verzerrt sein. Bedürfnisse sind ethisch fundiert, Präferenzen nicht zwingend nachhaltig.

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Was ist die Koordinierungsfunktion des Preises?

Der Preis koordiniert die Entscheidungen von Anbietern und Nachfragern: Hohe Preise stimulieren das Angebot und dämpfen die Nachfrage; niedrige Preise wirken umgekehrt. So gleicht sich der Markt tendenziell selbst aus.

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Was ist der Gleichgewichtspreis?

Der Gleichgewichtspreis (auch Markträumungspreis) ist jener Preis, bei dem die angebotene Menge genau der nachgefragten Menge entspricht. Bei diesem Preis besteht weder ein Angebotsüberhang noch eine Fehlmenge, der Markt wird vollständig geräumt.

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Was passiert auf einem Markt bei einem Preis unterhalb des Gleichgewichtspreises?

Es entsteht eine Fehlmenge (Nachfrageüberhang): Die Nachfrage ist hoch, das Angebot ist niedrig. Da das Gut knapp ist, üben Käufer Druck auf den Preis aus, der so lange steigt, bis das Gleichgewicht wieder erreicht ist.

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Was bedeutet die Bedingung ceteris paribus?

Ceteris paribus ("unter sonst gleichen Bedingungen") ist eine Annahme, bei der nur eine Variable verändert wird, während alle anderen konstant gehalten werden. Beispiel: Steigt der Preis eines Gutes ceteris paribus, sinkt typischerweise die nachgefragte Menge.

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Wie wirkt eine Einkommenssteigerung der Nachfrager auf die Nachfragekurve?

Bei steigendem Einkommen können sich Konsumenten bei jedem gegebenen Preis mehr leisten – die nachgefragte Menge steigt. Die Nachfragekurve verschiebt sich nach rechts. Sinkendes Einkommen verschiebt sie analog nach links.

Karte 12

Welche Marktform liegt bei einem Anbieter und vielen Nachfragern vor?

Es handelt sich um ein Monopol. Ein Monopolist hat große Marktmacht und kann Preise stark beeinflussen. In Marktwirtschaften sind Monopole selten und oft staatlich beteiligt (z.B. Bahn in manchen Ländern). Patente schaffen befristete Monopolstellungen.

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Was ist ein Oligopol?

Ein Oligopol liegt vor, wenn nur wenige Anbieter einem größeren Markt gegenüberstehen (z.B. Mobilfunkanbieter). Jeder hat hohen Marktanteil; der Wettbewerb kann dennoch intensiv sein. Preisabsprachen (Kartelle) sind in der Regel gesetzlich verboten.

Karte 14

Was ist ein Polypol und wie unterscheidet es sich vom vollkommenen Wettbewerb?

Ein Polypol bezeichnet eine sehr große Anzahl von Anbietern. Der vollkommene Wettbewerb ist ein theoretischer Spezialfall mit zusätzlichen Annahmen: vollständige Markttransparenz, freier Marktzugang, homogene Güter und keine persönlichen Präferenzen – Bedingungen, die in der Realität kaum erfüllt sind.

Karte 15

Was ist der Unterschied zwischen Verkäufermarkt und Käufermarkt?

Im Verkäufermarkt übersteigt die Nachfrage das Angebot – Verkäufer haben Preissetzungsmacht, Preise tendieren nach oben. Im Käufermarkt übersteigt das Angebot die Nachfrage – Käufer haben Verhandlungsmacht, Preise sinken tendenziell.

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Was bedeutet der Snob-Effekt im Kaufverhalten?

Der Snob-Effekt beschreibt, dass die Nachfrage nach einem Gut steigt, je teurer und exklusiver es ist – Käufer wollen damit Status signalisieren. Damit widerspricht er dem klassischen Gesetz der Nachfrage.

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Was unterscheidet Mitläufer-Effekt und Qualitätseffekt?

Mitläufer-Effekt (Bandwagon): Man kauft, weil andere es auch tun – soziale Konformität treibt die Nachfrage. Qualitätseffekt: Konsumenten unterstellen einem teureren Produkt automatisch höhere Qualität und greifen deshalb zur teureren Variante.

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Welche Rolle spielen Banken im Wirtschaftskreislauf?

Banken vermitteln zwischen Sparern und Kreditnehmern. Sie wickeln den Zahlungsverkehr ab, nehmen Einlagen entgegen, vergeben Kredite (Buchgeldschöpfung) und beraten in Finanzfragen. Damit sind sie zentrale Akteure im Geldkreislauf.

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Was sind Steuern aus Sicht des Wirtschaftskreislaufs?

Steuern sind Zwangsabgaben von Haushalten und Unternehmen an den Staat ohne direkte Gegenleistung. Der Staat finanziert damit öffentliche Güter (Straßen, Schulen, Krankenhäuser) und Transferzahlungen (Familienbeihilfe, Förderungen) – so schließt sich der Kreislauf.

Karte 20

Wenn das Angebot konstant bleibt und die Nachfrage steigt, was passiert mit dem Gleichgewichtspreis und der Gleichgewichtsmenge?

Beide steigen: Die Nachfragekurve verschiebt sich nach rechts, der Schnittpunkt mit der Angebotskurve liegt nun bei höherem Preis und höherer Menge. Beispiel: stark gestiegene Fahrradnachfrage während der Corona-Pandemie führte zu höheren Preisen und längeren Lieferzeiten.

Karte 21

Welche Arten von Spezialisierung kennzeichnen eine moderne Wirtschaft?

Spezialisierung findet auf drei Ebenen statt: innerhalb von Haushalten/Unternehmen (Aufgabenteilung), zwischen Unternehmen (z.B. Zulieferer) und zwischen Ländern (internationale Arbeitsteilung). Vorteile sind höhere Produktivität und Stückkostenvorteile, Nachteile sind Abhängigkeiten und ökologische Folgen langer Lieferketten.

Karte 22

Warum sinken bei steigender Produktionsmenge oft die Stückkosten?

Weil fixe Kosten (z.B. Produktionshalle, Maschinen) unabhängig von der Stückzahl anfallen. Werden sie auf eine größere Anzahl produzierter Stücke verteilt, sinken die Fixkosten pro Stück. Das ermöglicht niedrigere Verkaufspreise und ist die Logik hinter Größenvorteilen (Economies of Scale).

Karte 23

Wie wirkt sich eine Patentregelung wettbewerbsrechtlich aus?

Ein Patent gewährt dem Erfinder ein zeitlich befristetes Monopol auf die Verwertung seiner Innovation. Das schränkt zwar kurzfristig den Wettbewerb ein, soll aber langfristig den Innovationsanreiz stärken, da Forschungs- und Entwicklungskosten so leichter wieder verdient werden können.

Karte 24

Was unterscheidet Monopson von Oligopson?

Beide beziehen sich auf die Nachfrageseite: Beim Monopson gibt es nur einen Nachfrager und viele Anbieter; beim Oligopson wenige Nachfrager und viele Anbieter. Der Nachfrager hat in beiden Fällen erhebliche Macht, Preise zu drücken (z.B. einzige Großmolkerei in einer Region als Abnehmer von Milch).

Karte 25

Welche Anspruchsgruppen (Stakeholder) hat ein Unternehmen typischerweise?

Wesentliche Stakeholder sind: Mitarbeiter:innen, Kund:innen, Lieferant:innen, Eigentümer:innen/Gesellschafter:innen, Geldgeber:innen sowie Gemeinde/Staat. Jede Gruppe hat eigene Erwartungen (Lohn, Qualität, Pünktlichkeit, Rendite, Steuern, Verantwortung), die das Unternehmen austarieren muss.

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