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Karteikarten

Rechnungswesen

Bilanz, GuV, Buchführung, Kostenrechnung, Kennzahlen

25 Karten

Karte 1

Welche vier Bereiche umfasst das betriebliche Rechnungswesen?

  1. Finanzrechnung (Finanzplanung, Cashflow)
  2. Buchhaltung (Bilanz, GuV)
  3. Kostenrechnung (intern; was kostet ein Stück?)
  4. Die ersten beiden zählen zum externen, die Kostenrechnung zum internen Rechnungswesen.

Karte 2

Was ist die Bilanz eines Unternehmens?

Die Bilanz ist eine Stichtagsrechnung, die das Vermögen (Aktiva) und seine Finanzierung (Passiva = Eigen- und Fremdkapital) gegenüberstellt. Sie zeigt, wofür ein Unternehmen Mittel verwendet hat (Aktiva) und woher die Mittel stammen (Passiva).

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Was ist die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)?

Die GuV ist eine Periodenrechnung, die Erträge den Aufwendungen gegenüberstellt. Übersteigen die Erträge die Aufwendungen, entsteht ein Gewinn, andernfalls ein Verlust. Sie zeigt den wirtschaftlichen Erfolg eines Geschäftsjahres.

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Was ist der Cashflow?

Der Cashflow ist der Saldo aus Einzahlungen und Auszahlungen einer Periode. Übersteigen die Einzahlungen die Auszahlungen, ist der Cashflow positiv – ein Indikator für Liquidität. Cashflow ≠ Gewinn: Ein Unternehmen kann liquide sein ohne Gewinn und umgekehrt.

Karte 5

Was unterscheidet Anlagevermögen und Umlaufvermögen?

Anlagevermögen soll länger als ein Jahr im Unternehmen bleiben (Grundstücke, Gebäude, Maschinen). Umlaufvermögen verbleibt typischerweise kürzer als ein Jahr (Vorräte, Forderungen, Bankguthaben).

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Was sind fixe und variable Kosten?

Fixkosten fallen unabhängig von der produzierten Menge an (Miete, Gehälter der Geschäftsführung, Versicherungen). Variable Kosten steigen (meist proportional) mit der Produktionsmenge (Materialkosten, Akkordlohn). Die Unterscheidung ist entscheidend für Preisfindung und Zusatzauftragsentscheidungen.

Karte 7

Was ist eine Abschreibung?

Eine Abschreibung erfasst den Wertverlust von Anlagevermögen (Maschinen, Fahrzeuge) als Aufwand in der GuV. Sie verteilt die Anschaffungskosten auf die Nutzungsdauer. Beispiel: Maschine 200.000 €, Nutzung 10 Jahre → jährliche Abschreibung 20.000 €.

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Was sind Rückstellungen?

Rückstellungen sind Verbindlichkeiten ungewisser Höhe oder Fälligkeit, die das Unternehmen für künftige Aufwendungen bildet (z.B. Pensionen, Prozesskosten, Abfertigungen). Ihre Bildung mindert den Gewinn, ohne sofort eine Auszahlung auszulösen.

Karte 9

Was sagt die Soll-Haben-Gleichheit der Bilanz aus?

Die Summe der Aktiva (Sollseite, Mittelverwendung) muss exakt der Summe der Passiva (Habenseite, Mittelherkunft) entsprechen, da jeder Vermögensgegenstand auch finanziert sein muss. Daraus folgt: Eigenkapital=Vermo¨gen−Fremdkapital\text{Eigenkapital} = \text{Vermögen} - \text{Fremdkapital}Eigenkapital=Vermo¨gen−Fremdkapital.

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Wie ermittelt man den Gewinn aus einem Eigenkapitalvergleich?

Gewinn=EKEnde−EKAnfang\text{Gewinn} = \text{EK}_{\text{Ende}} - \text{EK}_{\text{Anfang}}Gewinn=EKEnde​−EKAnfang​ Ein Steigen des Eigenkapitals zeigt einen Gewinn, ein Sinken einen Verlust. Diese Methode ergibt – wegen der doppelten Buchhaltung – denselben Wert wie die GuV.

Karte 11

Welche drei Bereiche zeigt die Cashflowrechnung?

  1. Operating (Betriebstätigkeit) – Kerngeschäft, wichtigster Bereich für Investoren
  2. Investing (Investitionstätigkeit) – Kauf/Verkauf von Anlagevermögen
  3. Financing (Finanzierungstätigkeit) – Eigen- oder Fremdkapitalaufnahme, Dividenden, Tilgungen

Karte 12

Was unterscheidet Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (EAR) und doppelte Buchhaltung?

Die EAR stellt nur Einnahmen und Ausgaben gegenüber – simpel, periodengerecht eingeschränkt. Die doppelte Buchhaltung umfasst Bilanz und GuV (zwei Wege der Gewinnermittlung). Pflicht zur doppelten Buchhaltung besteht ab 700.000 € Jahresumsatz sowie für Kapitalgesellschaften.

Karte 13

Was ist der Deckungsbeitrag?

Deckungsbeitrag=Verkaufspreis−variable Kosten\text{Deckungsbeitrag} = \text{Verkaufspreis} - \text{variable Kosten}Deckungsbeitrag=Verkaufspreis−variable Kosten Er ist der Beitrag jedes verkauften Stücks zur Deckung der Fixkosten. Beispiel: Verkaufspreis 400 €, variable Kosten 180 € → DB = 220 € pro Stück.

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Wie berechnet man den Break-Even-Umsatz?

Break-Even-Umsatz=FixkostenDeckungsquote\text{Break-Even-Umsatz} = \frac{\text{Fixkosten}}{\text{Deckungsquote}}Break-Even-Umsatz=DeckungsquoteFixkosten​ Bei Fixkosten von 4 Mio. € und einer Deckungsquote von 55 %: 4.000.0000,55≈7,27 Mio. €\frac{4{.}000{.}000}{0{,}55} \approx 7{,}27\,\text{Mio. €}0,554.000.000​≈7,27Mio. €. Erst über diesem Umsatz erzielt das Unternehmen Gewinn.

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Was bedeutet die goldene Bilanzregel?

Langfristig gebundenes Vermögen (Anlagevermögen) sollte auch langfristig finanziert sein – durch Eigenkapital oder langfristiges Fremdkapital. Dadurch wird vermieden, dass kurzfristige Kredite ständig refinanziert werden müssen.

Karte 16

Was ist Eigenkapital und welche Vorteile hat es?

Eigenkapital ist das von Eigentümern eingebrachte oder im Unternehmen belassene Kapital. Es muss nicht zurückgezahlt werden, steht unbefristet zur Verfügung und erfordert keine festen Zinsen. Hohes Eigenkapital macht Unternehmen krisenresistent.

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Was ist Fremdkapital und wie wirkt es sich aus?

Fremdkapital stammt von Dritten (Banken, Lieferanten, Anleihegläubiger). Es muss zurückgezahlt und verzinst werden. Vorteil: schnelle Mittelbeschaffung; Nachteil: regelmäßige Belastung durch Zins und Tilgung, höheres Insolvenzrisiko bei niedrigem EK.

Karte 18

Was ist Innenfinanzierung?

Innenfinanzierung umfasst Mittel, die aus dem Unternehmen selbst stammen – v.a. einbehaltene Gewinne (Selbstfinanzierung), Abschreibungsfinanzierung und Rückstellungsfinanzierung. Sie stärkt die Unabhängigkeit von externen Kapitalgebern.

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Wie funktioniert Abschreibungsfinanzierung?

Abschreibungen werden in die Verkaufspreise einkalkuliert und so über den Umsatz "verdient". Da die Abschreibung kein realer Geldabfluss ist, bleibt das Geld im Unternehmen und kann zwischenzeitlich anderweitig investiert werden – ein Innenfinanzierungseffekt.

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Vereinfachtes Beispiel zur Bilanz: Ein Unternehmen hat ein Vermögen von 9,6 Mio. € und Fremdkapital von 5,5 Mio. €. Wie hoch ist das Eigenkapital?

EK=Vermo¨gen−FK=9,6−5,5=4,1 Mio. €\text{EK} = \text{Vermögen} - \text{FK} = 9{,}6 - 5{,}5 = 4{,}1\,\text{Mio. €}EK=Vermo¨gen−FK=9,6−5,5=4,1Mio. € Die Eigenkapitalquote beträgt 4,19,6≈43 %\frac{4{,}1}{9{,}6} \approx 43\,\%9,64,1​≈43% – ein eher solides Niveau für ein KMU.

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Ein Produkt wird um 400 € verkauft, die variablen Kosten betragen 180 €. Berechne Deckungsbeitrag und Deckungsquote.

Deckungsbeitrag: 400−180=220400 - 180 = 220400−180=220 € pro Stück. Deckungsquote: 220400=55 %\frac{220}{400} = 55\,\%400220​=55%. Von jedem Euro Umsatz tragen also 0,55 € zur Deckung der Fixkosten und damit zum Gewinn bei.

Karte 22

Warum kann ein Unternehmen Gewinn machen und gleichzeitig zahlungsunfähig sein?

Weil Gewinn (Ertrag − Aufwand) und Cashflow (Einzahlung − Auszahlung) verschiedene Zeitpunkte abbilden. Beispiel: Hohe Forderungen aus Lieferungen wurden zwar als Umsatz gebucht (Gewinn entsteht), aber die Kunden haben noch nicht bezahlt – Liquidität fehlt. Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit trotz Gewinn ist möglich.

Karte 23

Was ist die Bilanzsumme und welche Aussage hat sie?

Die Bilanzsumme ist die Summe aller Aktiva (gleichzeitig Summe aller Passiva). Sie zeigt das Gesamtkapital, das einem Unternehmen zur Verfügung steht. Sie ist außerdem ein Größenkriterium der EU-KMU-Definition (z.B. Mittlere Unternehmen: bis 43 Mio. € Bilanzsumme).

Karte 24

Wie unterscheiden sich Aufwand und Auszahlung?

Eine Auszahlung ist ein realer Geldabfluss aus der Kasse oder vom Bankkonto. Ein Aufwand ist die periodengerechte Erfassung des Werteverzehrs in der GuV. Abschreibungen sind z.B. Aufwand ohne Auszahlung; Kreditrückzahlung ist Auszahlung ohne Aufwand.

Karte 25

Was zeigt der EBIT und warum ist er aussagekräftig?

Earnings Before Interest and Taxes = Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Der EBIT zeigt das operative Ergebnis des Kerngeschäfts, unabhängig von Finanzierungsstruktur und Steuersystem. Damit lassen sich Unternehmen besser miteinander vergleichen, auch international und über verschiedene Rechtsformen hinweg.

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